Ausstellung persönlicher Zertifikate
Privater und öffentlicher Schlüssel
Zertifizierungsstelle
Zusammenfassung
Beantragung eines Zertifikates
Einbinden in Ihr E-Mail-Programm
Zertifikate und Internet Explorer
Öffentliche Schlüssel von Mitarbeitern/Studenten der Universität Jena suchen
Ausstellung von GRID-Zertifikaten
Ausstellung von Serverzertifikaten
Über das Rechenzentrum können persönliche Zertifikate beantragt werden. Diese finden Anwendung für den persönlichen Emailverkehr.
Ein Zertifikat ist ein amtlich bestätigter öffentlicher Schlüssel und beinhaltet zwei Aspekte - die Authentifizierung der Person und die Verschlüsselung der Nachricht.
Der Datenschutz
Privater Schlüssel: ist bestimmt zum Unterschreiben (Signieren) und zum Entschlüsseln von mit dem zugehörigen öffentlichen Schlüssel verschlüsselten Daten. Der private Schlüssel muss sehr gut gesichert aufbewahrt werden; der Verlust des Schlüssels (z.B. durch Löschen) bedeutet praktisch den Verlust von verschlüsselt vorliegenden Daten; der Verlust durch Anfertigung einer unberechtigten Kopie bedeutet Verlust der Vertraulichkeit der verschlüsselten Daten.
Öffentlicher Schlüssel: ist bestimmt zur Signaturkontrolle (Unterschriftskontrolle) sowie zum Verschlüsseln von Daten, die dann mit dem zugehörigen privaten Schlüssel (und nur mit diesem) wieder entschlüsselt werden können. Der öffentliche Schlüssel kann und muss an die Kommunikationspartner verteilt werden; üblicherweise wird er auch auf Servern (in der Regel als Bestandteil des Zertikates) öffentlich vorgehalten, so daß er ggf. wieder heruntergeladen werden kann. Ein möglicher Verlust dieses Schlüssels ist somit unproblematisch und ist praktisch auszuschließen. Dem öffentlichen Vorhalten des Zertifikates kann bei dessen Antragstellung jedoch widersprochen werden, der Nutzer muss dann selbst sein zertifiziertes digitales Leben organisieren.
Diese Art der Verschlüsselung ist ein sog. asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren.
Jeder Partner besitzt ein Schlüsselpaar, bestehend aus dem privaten Schlüssel und dem öffentlichen Schlüssel. Beide gehören eindeutig zusammen. Der Verlust des privaten Schlüssels (durch Datendiebstahl oder Löschen) macht das Schlüsselpaar für die künftige Nutzung zum Verschlüsseln oder Signieren unbrauchbar. Zum Entschlüsseln (privater Schlüssel) oder Signaturkontrolle (öffentlicher Schlüssel) weiterhin gültig.
Das Verfahren beruht auf einem (digitalen) Schlüsselaustausch.
privat: unterschreiben / entschlüsseln
öffentlich: Unterschrift verifizieren / verschlüsseln
Schlüssel und Zertifikate werden in Files mit typischen Endungen abgespeichert. Die wichtigsten davon sind:
Für den Inhaber eines persönlichen (User-) Zertifikates ist nur das Format *.p12 bzw. *.pfx von Bedeutung. Sie erhalten Files mit solchen Dateinamenerweiterungen, wenn Sie Ihr persönliches Zertifikat mit dem zugehörigen privaten Schlüssel aus der Zertifikatsverwaltung heraus in eine Datei abspeichern, um es gegen Verlust (z.B. bei Neuinstallation des Systems) zu sichern. Nach einer Neuinstallation können Sie diese Datei wieder einlesen; damit stehen Schlüssel und Zertifikat wieder wie gewohnt zur Verfügung. Ebenso können Sie auf diese Weise Ihren Schlüssel mit Zertifikat in eine andere Software (z.B. aus Explorer in Mozilla) auf dem gleichen oder einen anderen Rechner installieren.
Die Schlüssel werden aus dem Browser exportiert und in das Mailprogramm importiert.
Damit Sie eine Nachricht verschlüsseln und der Empfänger sie entschlüsseln kann, müssen Sie bereits das öffentliche Sicherheitszertifikat des Empfängers erhalten haben.
Für die Beantragung von Zertifikaten und die Herstellung des Kryptopaares privater Schlüssel+Zertifikat ist in jedem Fall ein Browser erforderlich.
Eine Zertifizierungsstelle (englisch Certificate Authority, kurz CA) ist eine Organisation, die digitale Zertifikate herausgibt. Für Software ist das digitale Zertifikat wie ein Personalausweis. Es dient dazu, einen bestimmten öffentlichen Schlüssel einer Person oder Organisation zuzuordnen. Diese Zuordnung wird von der Zertifizierungsstelle beglaubigt.